Marienlob in Hausbach, Waldviertel
Frau Traude Gallhofer wies in der Begrüßung darauf hin, dass am 13. Juli 1986 das erste „Marienlob“ hier bei der Waldkapelle stattfand, es war eine kleine Gruppe, ohne musikalische Begleitung, aber es wurde gebetet und gesungen. Umso größer die Freude, dass in diesen 40 Jahren die Veranstaltung gewachsen ist und wir heute mit einer großen Schar von Beterinnen und Betern und mit der Musikkapelle vom Dorf hier an den Waldesrand gepilgert sind.
P. Oliver Ruggenthaler OFM, Guardian des Wiener Franziskanerklosters, leitete diese Feier und ging in seiner Predigt vom Evangelium der Hochzeit zu Kana aus. „Wir kommen zum ‚Marienlob‘, zu unserer Mutter, sie hilft uns verstehen, dass der Glaube nicht etwas ‚Altvaterisches‘ oder Lästiges oder eine Pflicht ist…
Jesus hat Wasser zu Wein gewandelt, damit sie das Leben in Fülle haben! Der Wein ist auch für die Eucharistie wichtig, das ist mein Blut für euch. Das heißt, der Herr Jesus gibt alles und das in Fülle. Durch die Muttergottes, durch seine Mutter und für uns Menschen, dass wir nicht 'verdursten'…
Es ist wichtig, dass wir immer wieder innehalten, uns besinnen darauf, dass wir das Leben in Fülle haben, dass wir das Leben nicht verhindern, das fängt schon im kleinen Kreis an, in der eigenen Familie, Nachbarschaftsstreit, alle haben Platz genug, es fängt klein an, so werden Kriege.
Innehalten, Druck ablassen und da fehlt es oft, wir sollten einen Rat einholen. In der lauretanischen Litanei ist die Anrufung 'Maria, Mutter vom Guten Rat' und das ist das Gnadenbild Maria mit dem geneigten Haupt. Sie hat viel gehört, vom Engel, von Jesus und sie hat den Kopf geneigt und dachte über alles in ihrem Herzen nach. Dadurch wurde sie die Mutter des Guten Rates. Nehmt das für heute einmal mit, 'Maria, die Mutter des Guten Rates'. Wir haben oft fixe Ideen und da gehen wir nicht weg davon, statt zu fragen, was meinst du? Einen guten Rat einholen! Aber nicht im Sinne des Gegeneinanders, sondern die Mutter vom Guten Rat, das heißt Mutter von Jesus. Der Gute Rat ist Jesus selber mit seinen Aussagen im Evangelium, was er euch sagt das tut, das ist vor allem die Bergpredigt, die Seligpreisungen, die zentralen Worte Jesu. Oder, wie man heute sagt, die Goldene Regel, Was du nicht willst, dass man dir tut, das tue auch keinem anderen. Eine zeitlose Aussage, das ist eine Grundregel, es fängt im Kleinen an und hört beim Großen auf…
Es ist wichtig, dass wir Christen dankbar sind, dass wir uns nicht schämen für unseren Glauben, das Schöne, das wir geschenkt bekommen haben, weitergeben, so wie Maria es weitergegeben hat, die frohe Botschaft, ihren Sohn. Nehmen wir den Rat, Jesus selber, mit beiden Armen an und denken und reden wir ein wenig anders, dann wird auch die Welt anders.
Nächstes Jahr, wenn ich wiederkommen darf, dann wir die Welt vielleicht ein bisschen anders aussehen.“
Musikverein Großhaselbach, Foto: Werner Peloschek
Bürgermeister Karl Elsigan dankte herzlich allen Mitwirkenden und Teilnehmern. Er betonte besonders das Wort Danke. Auch betonte er, dass diese Kapelle eine Basilika des Glaubens und der Menschen geworden ist und es ist schön, dass wir uns hier alle immer wieder treffen und dankbar sind, dass wir in einem so schönen Land wie Österreich leben dürfen.
Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ wurde die Feier beendet und klang noch in einem gemütlichen Beisammensein aus, das vom Dorferneuerungsverein vorbereitet wurde.
Im nächsten Jahr findet das „Marienlob“ am 4. Juli statt.
T. G.

