Schöpfungszeit
Ab 1. September machen die christlichen Kirchen wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen "Schöpfungszeit", finden themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt.
Liebe Brüder und Schwestern, der vor uns liegende Weg ist klar, auch wenn er nicht leicht ist. Wir sind dazu aufgerufen, unsere Herzen erneuern zu lassen, damit wir den Frieden suchen und für die Schöpfung sorgen können. Die Heilige Schrift mahnt uns, unsere Herzen zu hüten, weil alles, was wir tun, von ihnen ausgeht (vgl. Spr 4,23).
Wenn wir diese Aufgabe in Demut und Glauben annehmen, dann werden wir zu Mitarbeitern an Gottes Werk der Erneuerung. Dann werden wir langsam, aber sicher von der Wüste zum Garten, von der Spaltung zur Gemeinschaft und von der Gewalt zum Frieden gelangen.
Möge der Herr uns den Mut schenken, diesen Weg zu beschreiten, damit in unserer Zeit Schwerter tatsächlich zu Pflugscharen umgeschmiedet werden, sich die Verheißung des Evangeliums tiefer in unserer Welt verwurzle und der Friede Christi über die ganze Schöpfung herrsche.
Aus der Botschaft von Papst Leo XIV.
zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung
1. September 2026
