Jesus ist lebendig bei uns
Die heutige Geschichte ist für Ältere unter euch gedacht. .Es ist eine wahre Geschichte. Ich schreib für euch nieder, was ich selber kaum glauben kann.
Wir sind eine große Familie und haben einige sehr gute Freundinnen und Freunde. Drei unserer Freunde sind Priester. Hin und wieder treffen wir uns in einer Runde, trinken Kaffee, sprechen über Gott und die Welt und teilen unsere Gedanken - alt und jung.
Vorige Woche war Pater W., ein junger Kaplan, wieder bei uns. Er ist ein besonders heiterer Mann, ein Computerfreak, mag Jesus und die Kinder und bringt uns immer wieder zum Lachen. Diesmal war er ziemlich ruhig und nachdenklich. Auf unsere Frage nach seinem Befinden hat er Folgendes erzählt:
„Ich bin vor ein paar Wochen über den Priesternotruf am Smartphone in das Spital gerufen worden. Ein sehr alter, kranker Mann wollte beichten und die heilige Kommunion empfangen. Es war Sonntagvormittag. Ich bin in die Kirche gegangen und habe die Hostie aus dem Tabernakel geholt und habe den Leib Christi in ein kleines rundes Gefäß gegeben und mit einer Schnur um meinen Hals gehängt. Dann habe ich mit sehr viel Liebe und Achtsamkeit Jesus in meine linke Hemdtasche gegeben. Es war an diesem Tag sehr heiß, deswegen habe ich keine Jacke angezogen.
Auf der Station im Krankenhaus angekommen, hat man mir gesagt, dass ich noch etwas warten muss, weil der Patient noch nicht bereit ist.

Inzwischen sind auch Angehörige des Mannes eingetroffen und wollten mit mir sprechen. Wir sind also in das Spitalskaffee gegangen, wo die Familie des Kranken viel erzählt hat.
Nach einiger Zeit habe ich ganz plötzlich ein sehr starkes Vibrieren in meiner linken Hemdtasche verspürt. In der Meinung, es sei mein Smartphone, habe ich automatisch dorthin gegriffen. Das Vibrieren hat aber nicht aufgehört. Ich bin völlig gesund und habe auch keinen ‚Herzschrittmacher’ und muss auch keine Medikamente schlucken.
Der zweite Griff war in meine Hosentasche, das Handy war da und – still!
Sehr verwirrt und mit starkem Herzklopfen bin ich dann zu dem kranken Patienten geeilt.
Er hat lange mit mir gesprochen und gebeichtet. Die Hostie, den Leib Christi, habe ich mit einem Kreuz auf den Beistelltisch des Krankenzimmers gelegt. Währenddessen hat das Vibrieren angedauert. Ich war sehr aufgeregt. Wir haben das Vaterunser gebetet und ich habe dem Alten die heilige Kommunion gegeben, da war dieses Zeichen plötzlich weg. Sehr, sehr verwirrt und zitternd bin ich dann nach Hause gefahren. Was war das für ein Zeichen? Habe ich mich geirrt, oder bin ich schon verrückt? Könnte es sein, dass irgendwelche elektronische Medien und Maschinen, die es im Spital gibt, das Zittern in meinem Hemd verursacht haben? Es wird sicher eine Ursache geben, von der wir noch nichts wissen.“
Wir sind alle sehr nachdenklich dagesessen. Onkel Gerhard, ein Arzt, hat gemeint, es wäre ein „Parapsychologisches Phänomen“. Das ist ein wissenschaftlich nicht erforschtes Zeichen der Seele und kommt öfter einmal vor, wenn Menschen sehr gestresst sind.
„Ja, und wie ich zuhause angekommen bin, hat man mir gesagt, dass der Patient gestorben ist... Für mich war es aber ein Zeichen, viel liebevoller mit dem Herrn Jesus im Brot umzugehen.“
Genauso hat es uns unser Freund berichtet. Natürlich hat er die Wahrheit gesagt. Warum sollte er so eine Geschichte erfinden? Alle in der Runde sind sehr nachdenklich geworden. Und die Jüngste von uns hat fröhlich gerufen:
„Also für mich ist es klar, dass Jesus der Sohn Gottes in uns lebendig ist! Welche Methode er anwendet, ist eigentlich gleichgültig!“
Ja dieser Meinung bin ich auch. Oft haben die Jüngsten die klarsten Gedanken.
Liebe Kids und Teenies, anschließend wieder ein Rätsel: Es könnte ja sein, dass ihr einige Begriffe aus dem Reli-Unterricht vergessen habt! Die fettgedruckten Worte im Text findet ihr im Gitter unterhalb:

Von Oben nach Unten:
Ein Tool für´s handy, an dem ein Priester gebraucht wird.
Gelegenheit zur Aussprache und Verzeihung der Sünden.
Vereinigung mit Jesus Christus durch Essen der Hostie.
Das kleine Häuschen in jeder Kirche in dem Gott wohnt.
Zusammenfassung

Sendet das ausgefüllte Rätsel an:
FRK, Postfach 695, A-1011 Wien;
Einsendeschluss: 15. Mai 2026
Vergesst nicht, euer Alter anzugeben.
Schöne Bücher warten auf euch.
In einem Mail an zent@rsk-ma.at kannst du eine Printversion der Zeitschrift erbitten und kannst dann die Aufgabe lösen.
© Handgemaltes: Hannelore Forstreiter
© Foto Briefkasten: Klaus Brüheim/pixelio.de
