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Für Sie persönlich /306

 

 

Heuer begehen wir das 800. Todesjahr des heiligen Franz von Assisi (+ 1226). Aus diesem Anlass setzen wir in unserer Zeitschrift diesmal franziskanische Themenschwerpunkte. Bereits im Titelbild begegnet uns Franziskus: die Gottesmutter Maria reicht ihm das Jesuskind, mit inniger Liebe betrachtet der Heilige das göttliche Kind, Jesus blickt Franziskus zärtlich an und liebkost ihn an der Wange.

Über die innige Beziehung des Heiligen zur Gottesmutter Maria schreibt P. Oliver Ruggenthaler OFM in seinem Beitrag „Maria und Franziskus“; P. Elias van Haaren OFM hat das Thema „Franziskus und die heilige Eucharistie“ aufgegriffen.

Unsere Gebetsgemeinschaft ist mit Franz von Assisi besonders verbunden. Der Gründer, P. Petrus Pavlicek, war Franziskaner, ebenso sein Nachfolger P. Benno Mikocki und der jetzige geistliche Assistent P. Elias van Haaren.

Die Zentrale des RSK befindet sich im Wiener Franziskanerkloster. Wir bemühen uns, nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi, die Bescheidenheit und Armut, die er vorgelebt hat, auch in unseren Büroräumen zu verwirklichen. Unsere Räumlichkeiten sind einfach ausgestattet, die finanziellen Mittel der Gebetsgemeinschaft kommen von freiwilligen Spenden. Diese sind manchmal sehr knapp und es braucht oft großes Vertrauen auf unsere „Finanzministerin“, die Gottesmutter Maria, um alle eingehenden Rechnungen begleichen zu können.

 

 

Vor einiger Zeit erhielt ich einen Brief, der mich sehr berührt hat: Frau Theresia aus Deutschland schrieb folgendes: „Mein Ehemann ist vor zwei Jahren mit 82 Jahren verstorben. Er war meine Stütze, ich bin gehörlos und 81 Jahre alt. Dennoch bin ich täglich bei der heiligen Messe, obwohl ich weder Predigt noch Orgel vernehmen kann. Vorne beim Tabernakel ist ER am Kreuz, mit IHM kann ich reden, ER versteht mich. Es muss getragen werden.“

Gehörlose Menschen können sich oft schwer artikulieren, da sie ja nie jemanden sprechen gehört haben. Deshalb vertraute Frau Theresia darauf, dass Jesus sie versteht. Und sicher wird Jesus sie nicht nur verstehen, sondern ihr auch innerlich antworten.

Hören, etwas ganz Wichtiges, aber für viele nicht selbstverständlich.

 

Bei der Verklärung Jesu am Berg Tabor öffnete sich der Himmel und eine Stimme sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5).

Hören auf das Wort Jesu in der Bibel, aber auch hinhören auf manche Nöte der Menschen, das ist unsere Aufgabe als Christen.

Wie wichtig ist es doch, Menschen zuzuhören, wenn es auch Zeit kostet, manchmal etwas anstrengend ist, aber es gibt viele Einsame, die niemand haben, mit dem sie sprechen können. So sagte mir eine Frau am Telefon, dass sie tagelang (!) mit keinem Menschen gesprochen hat, sie kann kaum mehr aus dem Haus und hat deshalb auch wenig Kontakte.

Es ist wertvoll, wenn man sich manchmal die Zeit nimmt und vielleicht einen Mitmenschen, von dem man weiß, dass er einsam ist, besucht oder telefonisch kontaktiert.

 

Mit Ihnen in dieser friedlosen Zeit im Gebet um den Frieden verbunden,

 

Traude Gallhofer

für den Vorstand des RSK

 

Die Printversion können Sie unter zent@rsk-ma.at gerne anfordern.

 

Die Gebetsgemeinschaft des RSK steht unter der Patronanz des Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl, und Erzbischof Franz Lackner, Salzburg

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