ROSENKRANZ-SÜHNEKREUZZUG UM DEN FRIEDEN DER WELT
RSK - Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt
Franziskanerplatz 4, A-1010 Wien, Tel.: (0043-1) 512 69 36, Fax: (0043-1) 513 01 86
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Ostern 2009

 

 

Eine besinnliche, fruchtbringende
österliche Bu
ßzeit wünschen wir
allen Besucherinnen und Besuchern
unserer homepage

 

 

                  Die beste Buße ist die treue Erfüllung

                                     unserer täglichen Pflichten

                                                                           hl. Maximilian M. Kolbe

In Südtirol unterwegs

Vom 23.bis 31. Jänner 2010 war P.Benno in Südtirol unterwegs und hielt an 7 Orten Besinnungsstunden. Die offene und bereite Aufnahme war wohltuend! Möge von diesen Stunden viel Segen ausgehen.

Meran

                              Einkehrnachmittag in Meran

           Meran

                          Besinnungsstunden in St. Leonhard

 

 

     

Maria Weissenstein

In Maria Weissenstein hat P.Benno für alle Mitglieder gebetet

Maria Weissenstein

 

 

 

                              Maria Weissenstein

                                         Besinnungsstunden in Schlanders

            Sarnthein

                            Der Nachmittag in Sarnthein  

 

                        Brixen

                           Besinnungsangebot in Brixen

       Bozen

          Abschluss der Südtirol-Tournee in Bozen


 

Die große Marienfeier
in Einsiedeln am 4. Oktober 2009

Abt Marien Eleganti von Uznach feierte mit vielen Gläubigen den Festgottes-dienst und predigte zum Thema "Die Ehrfurcht Mariens".
Bei der Nachmittagsandacht gab Torsten Hartung ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Bekehrung: vom Mörder zum gläubigen Christen.

Einsiedeln 2009

 Der Text der Predigt und des Zeugnisses ist gegen Ersatz der Portokosten erhältlich bei: RSK, Postfach 695, 1011 Wien.

 

MARIA-NAMEN-FEIER

am Sonntag, 13.September 2009

NEU VON GOTT REDEN

Maria Namen Feier 2009 

8.500 Gläubige, darunter viele junge Menschen waren in der Wiener Stadthalle
zur großen Maria-Namen-Feier versammelt. Dr. Manfred Lütz hat in seinem
Referat packend aufgezeigt, wie wichtig es ist, wieder neu von Gott zu reden.

Maria Namen Feier 2009
Kardinal Schönborn und sechs österreichische Bischöfe feierten mit


Maria Namen Feier 2009
Einzug der Fatimastatue. begleitet von Kindern aus Ungarn


Maria Namen Feier 2009
JungeMenschen beteten mit


Maria Namen Feier 2009
Dr.Manfred Lütz bei seinem Referat


Maria Namen Feier 2009
Das Franziskusensemble


Maria Namen Feier 2009
Kardinal Dr. Christoph Schönborn


Maria Namen Feier 2009
Mit dem Kardinal und den Bischöfen zelebrierten viele Priester den Festgottesdienst


Maria Namen Feier 2009    

 
 
 

Die musikalische Gestaltung der Maria-Namen-Feier durch ARS MUSICA 

Das Referat von Dr. Manfred Lütz und die eindrucksvolle Predigt von Kardinal Schönborn ist erhältlich bei RSK, Postfach 695, 1011 Wien

Wallfahrt nach Mariazell

Etwa 70 Gläubige machten sich am 6. Juni auf den Weg nach Mariazell um der Gottesmutter ihren Dank, ihre Bitten, ihre Anliegen vorzutragen. Die hl. Messe feierte P.Benno am Gnadenaltar von Mariazell. Dort erhielt P.Petrus 1946 die Eingebung "Tut, was ich euch sage und ihr werdet Frieden haben" daraufhin kam es zur Gründung der heute weltweiten Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt, dem Rosenkranz-Sühnekreuzzug.

 Mariazell

 Die Basilika von Mariazell

Mariazell 

P. Benno Mikocki am Gnadenaltar

 

Mariazell 

Am Heimweg - kurze Andacht bei der 13. Rosenkranzstation

 Mariazell

"Jesus, der uns den Hl. Geist gesandt hat"

Mariazell

Abschluss-Andacht in Kleimariazell

Predigt P. Benno Mikocki OFM
in der Basilika in Mariazell

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

1946 kniete P. Petrus Pavlicek, der Gründer der weltweiten Gebetsgemeinschaft des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs, vor dem Gnadenbild der Gottesmutter, der Magna Mater Austriae, und neben dem Dank für die gute Heimkehr aus dem Krieg bat er auch für sein damals von den vier Großmächten besetztes Land, für seine Heimat. Und Sie wissen es vielleicht, dass ihm die Antwort innerlich eingegeben wurde auf sein Gebet: "Tut was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Das war für P. Petrus, nachdem er darüber nachgedahct hat, ein Appell der Gottesmutter von Fatima, das zu tun, was sie dort den Menschen so sehr ans Herz gelegt hat. Unermüdlich, bis zum physischen Zusammenbruch, ist er durch Österreich gezogen, um die Menschen zu ermutigen, das zu tun in dieser schweren Situation, was ihm die Gottesmutter in Mariazell eingegeben hat. In ein kleines Notizbüchlein hat er eingeschrieben: "Jesus und Maria, helft mir auszuharren." "Herr, hilf meiner Schwäche." Aber dann, dann erwacht wieder sein Kampfgeist, und er sagt: "Den Lauen speit Gott aus." Er will sich da gleichsam selber wieder Mut machen, um weiterzukämpfen: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben."

Wir haben es so schön im Psalm gehört, daß wir die Großtaten Gottes nicht vergessen sollen. Und 1955 ist dann die Antwort gekommen auf das Gebet von 500.000 Österreicherinnen und Österreichern. Wir haben die Frieheit bekommen, die wir damals, 1947, als P. Petrus begonnen hat, die Menschen aufzufordern, noch nicht erwartet haben.

Eine bekannte Journalistin Österreichs hat vor ganz kurzem folgenden Ausspruch getan: "Wir brauchen heute einen ähnlichen Gebetssturm wie den von P. Petrus, um die gegenwärtige wachsende Gesellschaftskrise zu bewältigen." Also die Situation ist rein äußerlich vielleicht etwas anders als damals in den 40er und 50er Jahren. Aber dieses Wort - immerhin, das ist nicht irgendeine Frau, die irgendein Blabla macht, sondern sie weiß vielleicht mehr und ahnt mehr, wie schwierig die Situation ist und vielleicht noch schwieriger wird - aber sie sagt, es braucht einen Gebetssturm. Und ganz bescheiden möchte ich es sagen: Ich fasse diese Feier hier heute auf als ein Signal, dass wir mit größerem Eifer um den Frieden im weiteren Sinne beten sollen.

Gebetssturm, das klingt ein bisschen dramatisch, aber wir wollen das sehr nüchtern sehen. Zu einem Gebetssturm ist als erstes notwendig, was uns die Psalmisten und was uns die Bibel immer wieder sagt: Wir müssen reine Hände zum Gebet erheben. Nicht, dass wir uns die Hände vor dem Gebet waschen sollen, das wissen wir schon. Wir wissen was damit gemeint ist: Das reine Herz - es steht am Anfang immer die eigene Bekehrung. Das heißt konkret, dass wir (der Pater hat uns gesagt die Beichtstühle stehen offen), dass wir immer wieder in der täglichen Gewissenserforschung uns fragen: Wie stehe ich vor Gott? Trete ich auf der Stelle, oder komme ich weiter? Dass wir auch die Andachtsbeichte, die monatliche Beichte, wo die Möglichkeit ist, schätzen. Dass wir den Rosenkranz so beten und immer wieder fragen: Muttergottes, was soll denn in meinem Leben anders werden?

Jetzt könntet ihr sagen, die Pfarrer reden immer wieder bekehret euch, bekehret euch. Erstens sollen sie sich selber bekehren und zweitens, was sollen wir uns bekehren? Wir sind ja anständige Menschen, kommen extra nach Mariazell und der sagt uns, wir sollen uns bekehren. Eine Frage: Es hat einmal jemand gesagt: Wissen Sie, wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich so die Lesung höre, auch wenn sie gut vorgetragen wird, aber die geht beim einen Ohr hinein und beim anderen Ohr wieder heraus. Also das wir das Wort Gottes ernster nehmen, das ist Bekehrung, und da, glaube ich, das gebe ich gerne zu, da haben ich und ihr noch eine ganze Menge zu arbeiten, oder?

Also das erste sind die reinen Hände. Aber als zweites: Natürlich, wir sind eine zu kleine Schar. Sicher sagt uns die Heilige Schrift, dass Gott um zehn Gerechter willen Sodom verschont hätte, aber es geht heute nicht nur um die Bekehrung von Sodom sondern um eine weltweite Krise. Also wir müssen bitten um die Bekehrung der anderen, dass auch sie aus Lauheit und so vor sich hintrotten: aufbrechen, neu werden. Dazu hilft uns die heilige Messe, dazu hilft uns der Rosenkranz mit dem Satz "O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden". Also Bekehrung der anderen. Fangen wir nicht mit den großen Sündern an. Obwohl wer ein großer Sünder ist, das kann allein Gott bestimmen. Wir werden einmal sehr staunen, welche großen Sünder vielleicht vor uns in der Loge sitzen, und wir nur am Balkon. Ich habe so den Eindruck, wir trotten dahin, ja die Zeitungen schreiben, das Defizit wird größer, usw., 500.000 Arbeitslose soll es geben. Aber wir trotten einfach weiter. Nein, aufbrechen und bitten um die Bekehrung der Menschen.

Das dritte ist das Gebet für die Verantwortlichen. Mit hat einmal eine fromme Frau bei Exerzitien gesagt: "Für die Politiker, für die habe ich noch nie gebetet." Meine Lieben, nein, das stimmt nicht. Und auch die Heilige Schrift sagt uns: Vor allem bitte ich euch innig zum Gebet für alle Menschen, aber dann werden besonders genannt: "für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben". Ich bitte euch innig. Das ist nicht meine Bitte, das sagt uns dieHeilige Schrift. So wollen wir auch immer wieder, zum Beispiel, wenn wir beten "unser tägliches Brot gib uns heute", oder wenn wir das Tischgebet beten, auch die einschließen, die heute vor einer ganz schweren Situation stehen. Denn wir sagen, das sind ja keine Heiligen. Also wisst ihr, mir ist folgendes eingefallen: Wenn jetzt alle Spitzenpolitiker für die Europawahl hier wären, und ich würde sie neben mir aufstellen, und dann würde ich sagen: und wer von uns ist der heiligste? Also ich traue mich nicht zu sagen, ich gewinne. Und darum würde ich sagen, würde ich auch bitten, ganz konkret morgen, nicht sagen, das nützt eh nichts, usw. Wenn P. Petrus auf dem Standpunkt gestanden wäre, dann wären die Russen noch viel länger in Österreich geblieben, so wie in Deutschland.

Ich darf schließen, damit es für euch nicht zu lang wird, vor allem für die, die stehen müssen. Also (ich sag es sehr bescheiden, es ist immer eine Gefahr für einen Prediger, wenn er so viele Menschen sieht, dass man große Sprüche macht, das möchte ich nicht), ich habe mir gedacht, dass diese Krise, undich glaube, das darf man echt sagen, ohne schwarz zu malen, dass diese Krise für uns eine Mahnung ist, ein Zeichen der Zeit, dass wir uns mehr bemühen müssen. Und so wie P. Petrus (das war in der Lesung so schön, das war doch eine freudige Lesung) nicht den Kopf hängen lassen und nur schwarz denken, usw. sondern was tun. Das ist sicher, nicht sagen, es wird schon. Sie kennen ja den Spruch von den Österreichern: "Die Lage ist hoffnungslos, aber wir nehmen sie nicht ernst." Also die Zeichen der Zeit verstehen. Und das tun, den Auftrag, den P. Petrushier in Mariazell vor dem Gnadenbild der Gottesmutter empfangen hat: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Tut, was ich euch sage, und ihr könnt manches von einer künftigen Krise vielleicht mildern. Amen.  

 Marienfeier

am 24. Mai 2009 im Dom zu Essen

In seiner Predigt begründete Dompropst Otmar Vieth vor zahlreichen Gläubigen prägnant, weshalb wir Maria verehren. In seinem Schlusswort fasste der Prediger seine Gedanken zusammen:
"In der Liturgiekonstitution lesen wir: 'In ihr bewundert und preist (die Kirche) die erhabenste Frucht der Erlösung. In ihr schaut sie wie in einem reinen Bilde mit Freuden an, was sie ganz zu sein wünscht und hofft.' Die Antwort Jesu (Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Mk 3,35) zeigt, dass Maria im leiblichen wie im geistlichen Sinn seine Mutter ist, die den Willen des Vaters in unübertroffener Weise erfüllt hat."

Das im Sinn des Miterfinders des Rosenkranzes, Adolf von Essen, meditativ gestaltete Gebet, die schönen Marienlieder und die eucharistische Anbetung gestalteten die Feier zu einer würdigen Maiandacht.

 Essen P. Benno betet bei der Goldenen Madonna

Domvikar Otmar Vieth bei der Predigt Essen

 EssenAnregendes Gespräch mit einigen Gläubigen

 

 

Einkehrtage des RSK in Graz 

Graz

200 Personen nahmen an den beiden Einkehrtagen in Graz teil, darunter auch eine Gruppe Jugendlicher

Graz

Die jüngste Teilnehmerin erklärt P. Benno wie sehr sie ihre Eltern liebt und dass diese immer Zeit für sie haben

Graz

 

 

 

Maria-Namen-Feier 2008

 Maria Namen Feier

Am 14. September fand die große Maria-Namen-Feier in der Wiener Stadthalle statt. Rund 9.000 Gläubige versammelten sich zum gemeinsamen Gebet. Torsten Hartung, ein bekehrter Mörder, gab ein eindrucksvolles Zeugnis seines Lebens. Der Bischof von Fatima Dom Antonio sprach zum Thema "Sühne", das ja besonders in der Botschaft von Fatima einen wichtigen Platz einnimmt.
Sehr eindrucksvoll erklärte P. Karl Wallner OCist in seiner Predigt wie Sühne/Stellvertretung heute zu verstehen ist.
 Mit Kardinal Christoph Schönborn feierten Bischof Ludwig Schwarz von Linz und die Weihbischöfe Franz Scharl und Turnovsky von Wien mit zahlreichen Priestern die Eucharistie.
Der gemeinsam gebetete Rosenkranz in der abgedunkelten Halle gab eine Atmosphäre der Besinnung, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv empfunden wurde.
Die Maria-Namen-Feier wurde zum ersten Mal in der neu errichteten Wiener Stadthalle genau vor 50 Jahren gehalten: am 13. September 1958 und war in diesem Sinne auch eine Jubiläumsfeier.

 Maria Namen FeierKardinal Christoph Schönborn
segnete die Gläubigen mit einer Kreuzreliquie

 Maria Namen Feier

Die Konzelebranten der Feier von links nach rechts: P. Petru, Bischof Antonio von Fatima, Kardinal Schönborn, Bischof Ludwig Schwarz, Weihbischof Franz Scharl, P.Provinzial Rupert Schwarzl.

 Maria Namen Feier
9.000 Gläubige nahmen an der Feier teil

 Maria Namen Feier
Torsten Hartung bei seinem eindrucksvollen Zeugnis

 Maria Namen Feier
Bischof Antonio Augusto dos Santo Marto von Fatima

 Maria Namen Feier

Nicht Popkonzert, Tennis-Trophy, Show:
Einmal im Jahr wird die Wiener Stadthalle zum großen Dom

 Maria Namen Feier
Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek -auf ihn geht die Maria-Namen-Feier zurück, die seit 50 Jahren in der Wiener Stadthalle gehalten wird

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

der ersten Exerzitien des neuen Arbeitsjahres 2008/2009

im St. Benno-Haus/Schmochtitz bei Bautzen.
In der ersten Reihe Mitte Torsten Hartung, der bei der Maria-Namen-Feier am 14. September in der Wiener Stadthalle ein Zeugnis geben wird.

Teilnehmer/innen

 

Bischof  besuchte die Exerzitien

BischofVom 5. bis 8. Juni fand ein Exerzitienkurs in Schloß Hirschberg statt.
Es war für die 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine große Ehre und Freude, dass der Diözesanbischof Gregor Maria Hanke zu einem kurzen Besuch kam. Bischof Hanke ermutigte zum eifrigen Rosenkranzgebet und bat besonders um das Gebet für gute Priester- und Ordensberufe. Jesus berief Arbeiter in seinen Weinberg.
Arbeiter, die zupacken, denen auch die Schweißperlen auf der Stirne stehen, die sich eifrig einsetzen für das Reich Gottes.

                             Bischof

Marienfeier am 25.Mai im Dom zu Essen

MarienfeierIm gutbesuchten Münster wurde der Rosenkranz - in Erinnerung an Adolf von Essen - meditativ gebetet. In seiner Predigt führte Domprobst Otmar Vieth, der auch die Feier leitete, unter anderem aus:
"Das umfangreichste Wort Marias spricht sie, nachdem Elisabet sie begrüßt hat, das Magnifikat. Mit diesem Hymnus dankt sie Gott dafür, dass er sie zu seinem Werk ausgesucht hat: Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Nach ihrem großartigen Wort von der Magd des Herrn endet die Verkündigungsszene etwas abrupt: MarienfeierDa verließ sie der Engel. Kein Dank, kein Kommentar. Mit dem Magnifikat zeigt Maria, dass es genau umgekehrt an ihr ist, Gott zu danken für die Erwählung zu diesem großen Werk. Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Und der Mächtige hat Großes an mir getan. Wir beten im Vaterunser gerne ,dein Wille geschehe', haben aber auch oft Angst, dass Gott uns einiges zumuten will. Maria empfindet diese Zumutung als Auszeichnung, für die sie nicht genug danken kann. Und ihre Prophezeiung ist in Erfüllung gegangen. Sie wird von allen Völkern zu allen Zeiten gepriesen. Doch was er an Maria getan hat, war kein einmaliges Tun: er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Und dann erinnert sie an die machtvollen Taten. Nur eine will ich herausgreifen: Er stürzt die Mächtigen vom Thron. Das haben wir alle erlebt. Das Regime unter Hitler ist schmachvoll zu Ende gegangen, der Kommunismus ist gescheitert, die Teilung Deutschlands ist aufgehoben. Man kann dies alles mit politischen Begründungen verstehen, kann es aber auch als machtvolle Taten Gottes betrachten, der Herr der Geschichte ist."

MarienfeierDie Feier wurde mit einer eucharistischen Andacht abgeschlossen, um so das "Durch Maria zu Jesus" deutlich zu machen.

Text der Predigt gegen Ersatz der Portokosten erhältlich bei
RSK; Postfach 695, A-1011 Wien

   

Fatima ist immer aktuellSonnenwunder

 

Je näher der 13. Oktober kam, umso mehr wuchs die Spannung in Aljustrel. Man hatte den Eltern zu verstehen gegeben, dass es den Kindern schlecht ergehen würde, wenn das Wunder ausbliebe. Ruhig und vertrauensvoll blieben nur die Kinder. Obwohl es in Strömen
regnete, waren über 50.000 Menschen gekommen.

Lucia schreibt:"Meine Mutter, die fürchtete, dies werde der letzte Tag meines Lebens sein, und der die Ungewissheit über das Kommende das Herz zeriss, wollte mich begleiten. Auf dem Weg die Szenen des vergangenen Monats, aber noch zahlreicher und bewegender: Nicht einmal der Schlamm auf den Wegen konnte die Leute aufhalten, sich in demütiger und bittender Haltung niederzuknien. Wir kamen bei der Steineiche an, und unter einer inneren Eingebung bat ich das Volk, die Regenschirme zu schließen, um den Rosenkranz zu beten. Kurz darauf sahen wir den Lichtschein und dann Unsere Liebe Frau über der Steineiche. "Was wünschen Sie von mir?" "Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll. Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende, und die Soldaten werde in Kürze nach
Hause zurückkehren."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "Ich wollte Sie um vieles bitten: Ob Sie einige Kranke heilen und einige Sünder bekehren möchten ..." "Einige ja, andere nicht. Sie müssen sich bessern und um Vergebung ihrer Sünden bitten." Und mit traurigen Ausdruck fügte Sie hinzu; Man soll den Herrgott nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist." Sie öffnete die Hände und ließ sie im Sonnenlicht erstrahlen; während Sie sich erhob, strahlte ihr eigenes Licht von der Sonne wider... Darum rief ich, man solle auf die Sonne schauen...

 

Nachdem Unsere Liebe Frau in der unendlichen Ferne des Firmaments verschwunden war, sahen wir dann zur Seite der Sonne den heiligen Josef mit dem Jesuskind und Unsere Liebe Frau in Weiß gekleidet mit einem blauen Mantel. Der heilige Josef mit dem Jesuskind schien die Welt mit einer Handbewegung in Kreuzesform zu segnen. Kurz darauf verschwand diese Erscheinung. Dann sahen wir Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau von den Schmerzen. Unser Herr schien die Welt in gleicher Weise zu segnen wie der heilige Josef. Diese Erscheinung verschwand, und ich meine wohl, dass ich auch noch unsere Liebe Frau vom Karmel gesehen habe." Die Menge schaute atemlos verzückt während dieser Zeit ein anderes Schauspiel, das sogenannte "Sonnenwunder": "Der Regen hatte plötzlich aufgehört, die Wolken waren zerrissen und die Sonnenscheibe wurde sichtbar. Doch sie schien silbern wie der Mond. Mit einem Male begann die Sonne mit ungeheurer Geschwindigkeit wie ein Feuerrad um sich selbst zu kreisen, gelbe, grüne, rote, blaue und violette Strahlenbündel werfend, die Wolken, Bäume, Felsen, Erde und die ungeheure Menge in phantastische Farben tauchten. Einen Augenblick hielt die Sonne an, und dann begann der Tanz der Feuerscheibe von neuem. Und das noch ein drittes Mal.

Plötzlich hatten alle den Eindrück, als löse sich die Sonne vom Firmament und falle auf sie nieder. Ein vieltausendstimmiger Schreckensschrei gellte auf, Rufe der Reue und des Glaubens. Viele warfen sich in den Schlamm auf die Knie. Da kehrte die Sonne schwankend, zitternd auf ihren Platz zurück.

Das ganze dauerte gut zehn Minuten. Leute verschiedenen Standes und Bildungsgrades haben es gesehen. Sogar Leute, die fünf und mehr Kilometer vom Erscheinungsort entfernt waren, Sternwarten und Observatorien konnten davon allerdings nichts registrieren. Es war eben ein wunderbares Phänomen, das die außerordentliche Botschaft von Fatima eindrucksvoll bestätigen sollte."

Francisco und Jacinta Marto starben, wie vorhergesagt, bald. Francisco an Lungenentzündung am 4. April 1919, Jacinta an Tuberkulose am 20. Februar 1920. Sie haben ihr Todesleiden heroisch ertragen. Am 13.Mai 2000 wurden sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Ein Heiligsprechungsverfahren ist eingeleitet.

Lucia trat zuerst in den Orden der Dorotheerinnen ein und später mit Zustimmung des Papstes in den Karmel. Sie scheute aber die Öffentlichkeit und erinnerte nur von Zeit zu Zeit den Bischof oder den Papst an die Appelle der Gottesmutter, denen nach ihrer Meinung hier und nun zu entsprechen wäre. Einen guten Kontakt hatte Sr. Lucia zu Papst Johannes Paul II., der nach dem Attentat vom 13.Mai 1981 für die Botschaft von Fatima besonders aufgeschlossen war. Sr Lucia verstarb am 13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra.

Papst Benedikt XVI. nennt Fatima die prophetischste der neuzeitlichen Marienerscheinungen. Als Kern dieses Zeichens vom Himmel können wir die Worte ansehen: "Die Menschen sollen aufhören Gott zu beleidigen". Als Mittel für eine Lebenswende bittet Maria um das tägliche Rosenkranzgebet. Stellvertretend sollen wir durch unser Gebet und Opfer (zum Beispiel tägliche Pflichterfüllung) auch für die eintreten, die Gott nicht ernst nehmen und IHN dadurch beleidigen. Wenn auf die Botschaft von Fatima gehört wird, kann dies auch zum Frieden indieser Welt beitragen.

 Sonnenwunder

Entnommen aus: Fatima Geschichte und Bedeutung, Josef Bauer, hrsg v. RSK 1980, S31   

 90 Jahre Fatima
Maria bittet:
"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." 

Am 13.Mai vor 90 Jahren erlebten die Kinder Lucia, Jacinta und Francisco in der Cova da Iria bei Fatima die erste Erscheinung der Gottesmutter. Die Visionen wiederholten sich jeden Monat, bis sie am 13. Oktober 1917 mit dem Sonnenwunder ihren Abschluss fanden.

Nach intensiven Untersuchungen - der Weisung des heiligen Paulus gemäß: "Prüft alles, und behaltet das Gute!" (1 Thess 5,21) - hat der zuständige Bischof von Leiria 1930 die Berichte der Kinder für "glaubwürdig" erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima gestattet. Darauf wurde Fatima nicht nur zu einem Nationalheiligtum für Portugal, sondern zum Ziel von Wallfahrern aus aller Welt. Selbst die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. kamen als Pilger dorthin.

Trotzdem gehören die Ereignisse aus dem Jahr 1917 in den Bereich der "Privatoffenbarungen", die nach der Lehre der Kirche der "allgemeinen Offenbarung" nichts Neues hinzufügen können. Sie beanspruchen nur menschliche Glaubwürdigkeit, sind aber geeignet, bei den Einzelnen ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen und zu verlebendigen. "Privatoffenbarungen", schreibt der Theologe Karl Rahner (in "Visionen und Prophezeiungen, Seite 32) ,sind in ihrem Wesen ein Imperativ, wie in einer bestimmten geschichtlichen Situation von der Christenheit gehandelt werden soll. Sie sind wesentlich keine neuen Behauptungen, sondern ein Befehl."

Dem "Befehl" oder Auftrag von Fatima haben inzwischen Millionen von Gläubigen entsprochen. Es sind Bewegungen entstanden, die die Botschaft von Fatima verbreiten und deren Verwirklichung fördern wollen. Unter anderem sei das aus Amerika stammende "Fatima-Weltapostolat" genannt und der von Österreich ausgegangene "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt", der 2007 sein 60-jähriges Bestehen feiert.

Unüberhörbar in der Botschaft von Fatima ist der "Imperativ" zu Buße und Umkehr. "Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon soviel beleidigt wurde", waren die letzten Worte der Erscheinung im Oktober 1917. Die Sorge der Mutter Jesu und unserer Mutter gilt aber nicht nur jenen, die ihre Botschaft erfahren. Diese mahnt sie gleichzeitig, um die Bekehrung der Sünder zu beten, für sie zu opfern. "Opfert euch für die Sünder!", sagt sie den Seherkindern. Uns "nachkoziliaren" Katholiken sollte der Gedanke der Verantwortung für die anderen vertraut sein. Wir neigen jedoch dazu, ihreinseitig in apostolischen oder karitativen Taten entsprechen zu wollen. Die Marienerscheinung erinnert, dass wir für sie auch beten und opfern müssen, weil die Verwirrungen und Irrungen unserer Zeit durch Menschenweisheit und -kraft allein nicht zu überwinden sind. Fatima fordert, stellvertretend zu sühnen.

Papst Benedikt XVI. schrieb noch als Dogmatikprofessor: "Die Idee der Stellvertretung ist eine Urgegebenheit des biblischen Zeugnisses, deren Wiederentdeckung dem Chritentum in der heutigen Weltstunde zu einer entscheidenden Erneuerung und Vertiefung seines Selbstverständnisses verhelfen kann."

Die Erscheinungen von Fatima ereigneten sich zur Zeit des ersten Weltkriegs. So ist nicht verwunderlich, dass Maria den Kindern das Gebete um den Frieden aufträgt. Doch sie stellt einen Zusammenhang her zwischen der Erlangung des Friedens sowie der Abwendung von Bedrohungen und der Bekehrung: "Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele gerettet werden und es wird Friede sein. ... Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird ... ein noch schlimmerer Krieg beginnen. ... Russland wird seine Irrlehre über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören..." (3.Erscheinung). Der Einsatz für den Frieden ist eindeutig ein zweiter Imperativ in der Fatimabotschaft.

Von diesem Erscheinungsort ging ohne Zweifel ein Impuls zur Marienverehrung aus, und zwar zu einer vertieften Marienverehrung. "Um die Sünder zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen", sagt Maria bei der dritten Erscheinung. Mit "Herz" meinen wir das Innerste, die Mitte einer Person. Mariens Unbeflecktes Herz verehren heißt, die Gesinnung dieses Herzens nachzuahmen, ihren Glauben, ihre Gottesliebe, ihre Hingabe, ihre Sorge um die Menschen. Das ist mehr als liebliche Lieder singen und vor Mariens Bild eine Kerze anzünden!

Das große Anliegen ihres Herzens ist, die Menschen ihrem Sohne zuzuführen. Das geschieht bei jedem Rosenkranzgebet. Darum drängt sie die Kinder immer wieder, den Rosenkranz zu beten. Der nach seinem Aufbau wie ein Mariengebet wirkende Rosenkranz führt mit jedem Geheimnis zu Christus, man nennt ihn daher auch ,das Jesugebet des Westens´.

                        90 Jahre Fatima

                                Gnadenstatue Unsere liebe Frau von Fatima.

                       90 Jahre Fatima
                       In den Valinhos ist die ursprüngliche Atmosphäre des 
                             Erscheinungsortes am deutlichsten zu spüren

 


                    90 Jahre Fatima
                  Gedenkstätte am Ort der 1. und 3. Engelserscheinung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                     90 Jahre Fatima
                 Die drei Seherkinder: Lucia (10), Francisco (9), Jacinta (7)

 

                     90 Jahre Fatima

                                    Die große Basilika in Fatima

                      90 Jahre Fatima
         An den 13. der Monate Mai bis Oktober füllen oft hunderttausend
        und mehr Pilger den Erscheinungsort.
       Das Bild wurde während des Papstbesuches am 13. Mai 1982
       aufgenommen.

                       90 Jahre Fatima
        Der Ort der Erscheinungen von Fatima: die kleine Kapelle wurde für die
          zahlreichen Pilger mit einem großen "Überbau" versehen.
  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    90 Jahre Fatima

     Hunderttausende Pilger strömen an den 13. eines Monats in die Cova da Iria,
       zum Erscheinungsort. Links im Bild die Erscheinungskapelle

                    90 Jahre Fatima
   Am 13. Mai 1982 kniet Papst Johannes Paul II. in der Erscheinungskapelle von Fatima, um für den augenscheínlichen Schutz der Gottesmutter während des Attentats vor genau einem Jahr zu danken. Das Papstattentat am 13. Mai 1981 ist ein Hinweis auf die Aktualität der Botschaft von Fatima.

 

                        90 Jahre Fatima

                             Statue der Gottesmutter am Turm der Basilika. 
               Maria hält schützend ihre Hand über Portugal, Europa und die Welt.

                                                        Kerze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                       

  Rosenkranz-Sühnekreuzzug
um den Frieden der Welt  -
 RSK - Gebetsgemeinschaft
für Kirche und Welt 

                                                     

                                

                                           Am 2. Februar 1947 wurde diese weltweite Gebetsgemeinschaft vom Franziskaner P. Petrus Pavlicek gegründet.

Am 3. Februar fand in der Wiener Franziskanerkirche aus diesem Anlass ein Festgottes-dienst statt. Der Provinzial der Wiener Franziskanerprovinz, P. Anton Bruck, hielt diesen Gottesdienst und führte in seiner Predigt aus:
"Ich denke, für P.Petrus Pavlicek ist die Stunde von Mariazell im Jahr 1946 eine Sternstunde, eine Gnadenstunde, ein Kairos. Mit einem Herzen voll Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus Krieg und Gefangenschaft und mit einem nicht minder vollen Herzen von Bitten um Hilfe, um Freiheit für seine Heimat und um Frieden für die Welt, kniet er in der Gnadenkapelle von Mariazell vor dem Tabernakel, über dem das Gnadenbild der Mutter Gottes thront. In einer innigen Zwiesprache mit der Muttergottes - so muss es wohl gewesen sein - spürt er auf seine flehentlichen Bitten in seinem Herzen die Antwort Marias: 'Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben.'
P.Petrus nimmt den Auftrag an, denkt darüber nach und betet um Klarheit. Er findet sie, und am Lichtmesstag, am 2. Februar 1947, gründet er die Ewige Rosenkranzgemeinschaft, sie im Geist der Botschaft von Fatima wirken sollte. ...
'Glaubst du, dass ich der Gottesmutter in meinem Leben eine Freude gemacht habe?' Und 'Was wäre gewesen, wenn ich die Botschaft von Mariazell nicht gehört hätte?', fragt P.Petrus gegen Ende seines Lebens.

RSK-JubiliäumRSK-JubiläumRSK-Jubiläum


Ich bin überzeugt, P. Petrus hat gehört und befolgt und Freude gemacht. P.Petrus hat in der Erfüllung seines Auftrages von Mariazell sein Leben geheiligt. Als Diener Gottes erkennt ihn die Kirche offiziell an. Wir beten um seine Seligsprechung.
Von Maria hat er sich ganz zu Jesus führen lassen. Ich meine, er zeigt auch uns einen Weg, auf dem wir wie er durch Maria zu Jesus und in sein Reich geführt werden können.
Möge er schützend über seine Gründung wachen. Möge er uns gemeinsam mit Maria, unserer lieben Frau von Fatima, Fürsprecher sein und dem RSK helfen, einen guten Weg in die Zukunft zu gehen. Amen."

Zur festlichen Gestaltung des Jubläumsgottesdienstes trugen sowohl der Don-Bosco-Chor unter der Leitung von Hofrat Friedrich Lessky, als auch das Franziskus Jugendensemble mit klassischer als auch moderner Musik bestens bei.

 

60 Jahre RSK

 Große Auflösung (581 Kb)
Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek (1902-1982), 
Gründer der Gebetsgemeinschaft
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (537 Kb)
Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek (1902-1982),
Gründer der Gebetsgemeinschaft
(Foto: RSK/Archiv)



60 Jahre RSK

 Große Auflösung (686 Kb)
Werbeprospekt der Gebetsgemeinschaft in den Jahren 1953/1954
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (646 Kb)
Große Lichterprozession um Frieden und Freiheit über die Wiener Ringstrasse
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (544 Kb)
Bittprozession 1953 in Wien
an der Spitze Bundeskanzler Julius Raab und Außenminister Leopold Figl
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (826 Kb)
Fatimakundgebung 1961 in Weingarten (Württemberg)
mit Prof. Dr. Rudolf Graber, dem späteren Bischof von Regensburg
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (343 Kb)
Auch in den Missionsländern beten Mitglieder den Rosenkranz
(Foto: RSK/Archiv)


60 Jahre RSK

 Große Auflösung (308 Kb)
Maria-Namen-Feier:
das große jährliche Gebetstreffen der Gebetsgemeinschaft in der Stadthalle/Wien
(Foto: RSK/Archiv)

 

Beten für die Zukunft

"Wir treten in ein Zeitalter ungeheurer globaler Umwälzungen ein. Die Veränderungen in Politik, Kultur, Psychologie, Regierungsformen und Umwelt im 20. Jahrhundert sind weit weniger umfassend als jene, die sich in diesen Bereichen bis zum Jahr 2025 ereignen werden" (nach Dennis Meadows).

Der renommierte Zukunftsforscher, er ist Mitverfasser der Neuausgabe der "Grenzen des Wachstums" des Club of Rome, weiß aber auch, dass die Kirchen viel zur positiven Gestaltung der Zukunft beitragen können: "Es wird Menschen brauchen, die eine Vision teilen und gemeinsam eine lange Zeit dafür arbeiten."

Eine Vision für die Zukunft hatte auch P. Petrus Pavlicek, als er am 2. Februar 1947, also vor 60 Jahren, eine Gebetsgemeinschaft gründete, die für Frieden und Freiheit beten sollte: Zunächst für die von den vier Großmächten besetzte Heimat, dann aber auch für die Welt.

Als der Franziskaner 1946 in Mariazell betete, hatte er die Eingebung. "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben."
Am Lichtmesstag 1947 begann er diesen Auftrag in die Tat umzusetzen. Unermüdlich motivierte P.Petrus zum Gebet: 500.000 Gläubige waren es in Österreich im Staatsvertragjahr 1955, die seinem Ruf gefolgt waren. Wir dürfen in der unerwarteten Freiheit Österreichs eine Antwort des Himmels auf die Gebete so vieler Menschen sehen.

"Was sie für Österreich getan haben, das tun Sie nun für die Welt." Mit diesen Worten ermutigte der Bischof von Fatima P. Petrus, sein Werk über die Grenzen Österreichs hinaus zu verbreiten. Und so griffen Gläubige in der Schweiz und Südtirol, in den Ostblockstaaten und in den Missionsländern die Idee des RSK auf.

1961: Berliner Mauer. Prof. Rudolf Graber, der nachmalige Bischof von Regensburg, rief die Menschen in Deutschland auf, es den Österreichern gleich zu machen und die Berliner Mauer niederzubeten. Viele Bundesdeutsche schlossen sich seither dem RSK an und halfen, die große Wende des Jahres 1989 zu erbeten.

"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Dieser Aufruf erging schon 1917, also vor 90 Jahren, an die Seherkinder von Fatima.
Von der Kirche geprüfte Privatoffenbarungen stellen einen Imperativ an die Christenheit dar (K. Rahner). Auch für Fatima gilt das Bibelwort: "Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht!" (1 Thess 5,19f).

"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." - Worin besteht der "Imperativ" von Fatima? Er mahnt zu einem Dreifachen: Verehrt Maria, damit sie euch zu Jesus Christus führe; leistet den Dienst der Stellvertretung, der Sühne; betet um den Frieden, für diese bedrohte Welt.

Um die Verwirklichung dieser Forderungen bemüht sich heute die von P. Petrus gegründete Gebetsgemeinschaft, der Rosenkranz - Sühnekreuzzug (RSK), die Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt.

1.   Marienverehrung
"Die Aussagen, die wir im Neuen Testament über Maria finden, sind so reich und tief, dass wir sie nie ausschöpfen können!" (Klemens Stock).
Eine eingehende Beschäftigung mit den biblischen Texten, die von Maria handeln, vertieft die Erkenntnis, dass Maria eine einzigartige Aufgabe am Werk ihres Sohnes Jesus Christus hat. Diese Aufgabe führt sie in der Herrlichkeit weiter. Sie gibt den Menschen den Rosenkranz an die Hand, dass sie ihren Sohn Schritt für Schritt besser kennen lernen. Die "Mutter der Glaubenden" erbittet den Menschen darüber hinaus eine tiefere Liebe zur Heiligen Schrift.
Rosenkranz - Heilige Schrift - Schwerpunkte des Wirkens des RSK.

2.   Stellvertretung/Sühne
"Keine Träne weint ihr allein und keine weint ihr vergeblich. Durch Leiden hat Christus das Leid erlöst und durch Leiden wirkt ihr mit an seiner Erlösung" (+Papst Johannes Paul II.).
Die große Wirkung, die Papst Johannes Paul II. über seinen Tod hinaus auf die Menschen hat? Ich denke deswegen, weil er den Gedanken der stellvertretenden Sühne gelebt hat.
Aber ist der Gedanke der Stellvertretung denn biblisch?

Dazu Prof. Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.:
"Insgesamt lässt sich sagen, dass die Idee der Stellvertretung eine der Urgegebenheiten des biblischen Zeugnisses ist, deren Wiederentdeckung dem Christentum in der heutigen Weltenstunde zu einer entscheidenden Erneuerung und Vertiefung seines Selbstverständnisses verhelfen kann."

Wenn uns die Bekehrung der Menschen am Herzen liegt, müssen wir einsehen, dass es dabei auch um Beseitigung der Sünde geht, auch bei Menschen, die in der Kirche leben. Und dies geschieht eben nicht mit Kaffee, Kuchen und Computer, sondern zunächst durch Gebet und Opfer.
Stellvertretung/Sühne - "in der Theologie nur kümmerlich entfaltet" (Ratzinger), deshalb bemüht sich der RSK um theologische Begründung und Praxis dieser biblischen Urgegebenheit.

3.   Betet für den Frieden, die politische Dimension von Fatima.  
Unser Wohlstand beruht auf drei Grundlagen: unserem Fleiß, der Ausbeutung der Natur und der Ausbeutung der dritten Welt. So ein Politiker.
Man mag manches gegen diese Behauptung einzuwenden haben, aber grundsätzlich ist viel Wahres in ihr enthalten. Und dass nicht so weitergewirtschaftet werden kann, ist vielen klar (siehe auch die Gedanken von Prof. Meadows zu Beginn). Es ist also ein Umdenken nötig - und zwar bald.
Der RSK bemüht sich mit vielen anderen, die Zukunftsproblematik aufzuzeigen und für das Umdenken zu beten: in den eigenen Reihen und bei den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, den Medien; dass diesem Umdenken ein entsprechendes Handeln folgen sollte, ist klar.

Marienverehrung - Stellvertretung/Sühne - Gebet für diese Welt
Themen, die in der Kirche unterbelichtet sind, zu wenig Beachtung finden. Deshalb darf der RSK nicht in Pension gehen - im Gegeteil: sein Wirken ist heute aktueller denn je: denn wer die große seelische und leibliche Not in der Welt sieht, darf die Hände nicht in den Schoß legen sondern muss sie falten und dann wirken.

   P. Benno Mikocki OFM

 Beten für eine bessere Welt

Am 2.Februar 1947, dem Fest der Darstellung des Herrn, hat der Franziskanerpater Petrus Pavlicek in Wien eine Gebetsgemeinschaft gegründet, die bald den Namen "Rosenkranz - Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt" erhielt.

In seiner von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs besetzten Heimat wuchs die Zahl der Mitbeter rasch. Als Österreich 1955 den Staatsvertrag erhielt, zählte die Gebetsgemeinschaft im Land an die 500.000 Mitglieder. Die unerwartet erlangte Freiheit wurde damals von vielen, auch von führenden Politikern, als eine Antwort des Himmels auf die Gebete so vieler Menschen empfunden.

Schon schlossen sich dem Rosenkranz - Sühnekreuzzug Gläubige aus anderen Ländern an, aus der Schweiz, aus Südtirol und aus Deutschland, wo die Zahl der Mitbeter besonders stark ab 1961 wuchs, als mit der Errichtung der "Berliner Mauer" deutlich wurde, dass die Sowjets das Land zweiteilen wollen.

Die Idee des Rosenkranz - Sühnekreuzzugs fiel besonders in so genannten Missionsländern auf fruchtbaren Boden. So sind in den 60 Jahren der Gebetsgemeinschaft 2,3 Millionen Gläubige aus 132 Ländern beigetreten; heute sind es 700.000 Beterinnen und Beter.

Anlass für deren Gründung war eine Eingebung, die P. Petrus 1946 erhalten hatte, als er in Mariazell vor der Gnadenstatue betete: Als er der Gottesmutter die Not der Menschen in der Nachkriegszeit aufzählte, vernahm er in seinem Inneren die Worte: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben!"

Dieser Aufruf deckt sich mit der Botschaft, die die Seherkinder von Fatima 1917, also vor 90 Jahren, erhalten haben. Nach Karl Rahner stellen von der Kirche geprüfte Privatoffenbarungen einen Imperativ an die Christenheit dar. Diesem Imperativ bemüht sich der Rosenkranz - Sühnekreuzzug (der Name wurde ergänzt mit "Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt") zu entsprechen.

Er will eine vertiefte, an der Heiligen Schrift orientierte Marienverehrung fördern, weil Maria ein sicherer Weg zu Christus ist. Als Hilfsmittel gibt uns die "Mutter der Glaubenden" den Rosenkranz an die Hand.

Er will den Gedanken der stellvertretenden Sühne wach halten, nach Kardinal Ratzinger (Benedikt XVI.) eine "Urgegebenheit des biblischen Zeugnisses", und zum Beten und Opfern für die Bekehrung der Sünder anleiten. Und das Gebet um den Frieden, der in unserer Welt immer wieder bedroht wird, ist der Gebetsgemeinschaft  für Kirche und Welt weiterhin das große Anliegen.

P. Benno Mikocki OFM