Sonntag 26. Februar 2017

 

»Ich möchte gemeinsam für den Frieden beten«

 

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  • Jubiläumsjahr

    70 Jahre »RSK«

    1917 • 1947 • 2017

    100 Jahre Fatima - 70 Jahre RSK: Diese beiden Anlässe werden das Jahr 2017 mit zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen in ganz Österreich und darüber hinaus akzentuieren. Die Gottesmutter wird immer dabei sein. Und Sie?

     

  • Rückblick

    Nachlese zum Jubiläumsjahr

    Mit dem Festgottesdienst am 14. Dezember 2016 in der Wiener Franziskanerkirche hat das Jubiläumsjahr "100 Jahre Fatima · 70 Jahre RSK" begonnen.
    Hier können Sie alle Berichte der vergangenen Veranstaltungen nachlesen.

  • Zeitschrift

    »Betendes Gottesvolk«

    Die Zeitschrift »Betendes Gottesvolk« ist das Kontaktblatt aller RSK-Mitglieder und aller Interessierten. Sie dient der Glaubensvertiefung, basierend auf biblisch begründeter Marienfrömmigkeit und thematisiert gesellschaftspolitische Themen.

    Das weltweit versandte Gratismagazin gibt es seit 1950; derzeit erscheint es viermal jährlich in einer Auflage von 76.000.

     

Jubiläumsjahr | Rückblick · Ausblick

Festgottesdienst zum 70. Gründungsjubiläum des RSK

"Geeintes Gebet ist eine Macht"

 

Hunderte Gläubige haben am Sonntag in Wien einen Gottesdienst zum 70. Jahrestag der für das kirchliche Leben Österreichs jahrzehntelang prägenden Gebetsgemeinschaft "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt" (RSK) gefeiert. Die Messe in der Franziskanerkirche leitete Franziskaner-Provinzial Oliver Ruggenthaler. Der RSK geht auf den Wiener Franziskaner Petrus Pavlicek (1902- 1982) zurück, der sich um eine Verbreitung der marianischen Frömmigkeit von Fatima in Österreich bemühte. Historisch waren dabei die Höhepunkte die großen RSK-Prozessionen mit der Fatima-Statue 1953, 1954 und 1955, an denen jeweils ca. 80.000 Menschen – jeweils mit Bundeskanzler Julius Raab und Außenminister Leopold Figl an der Spitze – teilnahmen.

 

Zeitgleich mit der Feier am Sonntag in Wien fand im portugiesischen Fatima ein großer Kindergottesdienst zum Festtag der Hirtenkinder statt. In Fatima war nach katholischem Glauben vor 100 Jahren die Gottesmutter den Hirtenkindern Francisco Marto, Jacinta Marto und Lucia dos Santos erschienen. Papst Franziskus reist deshalb zum Jubiläum am 13. Mai in den berühmten Pilgerort.

 

Der langjährige Leiter des RSK, P. Benno Mikocki, betonte in seiner Ansprache, dass "geeintes Gebet eine Macht ist". Als vor einem Jahr der syrische Franziskaner P. Ibrahim aus Aleppo einige Zeit im Wiener Kloster verbracht habe, sei die Idee zu einem großen Gebet für ein Ende des Bomben- und Häuserkriegs in der geteilten Stadt aufgekommen. "Über 100.000 haben mitgebetet", so Mikocki. Mittlerweile seien der Krieg und die Teilung zumindest in Aleppo beendet.

 

Mikocki hob hervor, dass der RSK ebenso wie der Papst und die Kirche immer auch "politisch" sei, weil – wie Franziskus sage – "gesellschaftlicher Einsatz eine besondere Form der Nächstenliebe ist". Die Gebetsanliegen des RSK seien immer auch solche über Weltfrieden, Versöhnung und insofern "Politik" gewesen.

 

Wesentlich sei, dass es bei Initiativen wie dem RSK nicht bei einer Rückschau in die Vergangenheit bleibe, sondern dass die Gegenwart im Mittelpunkt stehe. Heute sei die Neuevangelisierung das wichtigste Anliegen, verbunden mit einer Übersetzung und Verständlichmachung des Glaubens für die Jugend. Viele trauten sich nämlich nicht zuzugeben, dass sie die Inhalte des Evangeliums und der kirchlichen Verkündigung gar nicht verstehen, wies der Franziskaner und frühere Volksmissionsprediger in der vollen Franziskanerkirche hin.

 

Vor der Messe gab es die traditionelle RSK-Sühneandacht. Der Gottdienst endete mit einer Statio vor Fatimastatue. Es erklang die Mariazeller Messe von Joseph Haydn.

 

Einzug zum Festgottesdienst 70 Jahre RSK
Hauptzelebrant Provinzialminister P. Oliver Ruggenthaler OFM
Im Gebet um den Altar versammelt
P. Benno Mikocki (Ambo) und weitere zahlreiche Konzelebranten
ARS MUSICA unter der Leitung von Mag. Thomas Dolezal
Einer der Ministranten liest eine Fürbitte
Die Fatima-Statue, bei der die Gläubigen eine Statio gehalten haben
Die vollbesetzte Franziskanerkirche mit Blick auf den Hauptaltar
Gottesdienstteilnehmer am Festgottesdienst
Vorstandsvorsitzende des RSK, Traude Gallhofer

 

Der Kultursender Ö1 hat über das 70 Jahr-Jubiläum einen kurzen Beitrag in der Sendung "Religion aktuell" vom 20. Februar gebracht. Hier können Sie etwas über die Sendung nachlesen und bis 27. Februar nachhören.

 

 

Große Wallfahrten nach Fatima

Der RSK und weitere kirchliche Initiativen veranstalten aus Anlass der Jubiläen dieses Jahres auch Wallfahrten nach Fatima. Große Teilnehmerzahlen werden zur offiziellen RSK-Wallfahrt nach Fatima (9.-14. Juni - breits ausgebucht!), zur Wallfahrt der Diözese Eisenstadt mit Bischof Zsifkovics (16.-20. August; aktuell.martinus.at) und zur Wallfahrt des österreichischen Zweigs des internationalen Hilfswerks "Kirche in Not" (11.-16. September; www.kircheinnot.at) erwartet.

 

Vom Beginn an war die RSK-Gebetsgemeinschaft in besonderer Weise mit Fatima verbunden, denn Gründer Petrus Pavlicek war in amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1944 in Cherbourg erstmals auf eine Schweizer Kleinschrift mit Informationen über die Marienerscheinungen von Fatima gestoßen. Ein Jahr nach Kriegsende konnte Pavlicek in Mariazell für die glückliche Heimkehr aus der Gefangenschaft danken.

 

In Mariazell vernahm er im Sommer 1946 eine innere Stimme, die ihn aufrief, etwas für die Freiheit des in Besatzungszonen geteilten Österreich und für den Frieden in der damals vom beginnenden Kalten Krieg gekennzeichneten Welt zu tun. Im Laufe eines halben Jahres reifte in Pater Petrus der Plan, eine Gebetsgemeinschaft zu gründen.

 

Als eigentliches Gründungsdatum des RSK gilt das Fest Mariä Lichtmess (2. Februar) des Jahres 1947. Als Pavlicek etwa 500 Mitglieder gesammelt hatte, suchte er die kirchliche Zustimmung. Kardinal Theodor Innitzer, damals Wiener Erzbischof, gab sie im November 1947 bereitwillig.

 

Die Statuten des RSK wurden in den vergangen Jahren erneuert und von Kardinal Christoph Schönborn bestätigt. Im Rahmen dieser Erneuerung wurde auch der Name der Gebetsgemeinschaft ergänzt. Er lautet seither "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt/RSK-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt".

 

Seit 1. Oktober 2014 ist Traude Gallhofer Vorsitzende des neu eingesetzten Vorstandes des "Rosenkranz-Sühnekreuzzuges um den Frieden in der Welt", nachdem dessen jahrzehntelanger Leiter Benno Mikocki altersbedingt die Hauptverantwortung abgegeben hatte. Kardinal Schönborn ist statutengemäß als Wiener Orts-bischof für den RSK rechtlich und der Salzburger Erzbischof Franz Lackner für die spirituelle Begleitung zuständig.

 

Quelle: kathpress

 


 

Das Jubiläumsjahr: Veranstaltungen & Informationen 

"inpuncto": aktuelle Ausgabe zum Fatima-RSK-Jubiläumsjahr

Beilage der österreichischen Kirchenzeitungen - hier bestellbar

 

                               Das Rosenkranzgebet hat nicht nur Österreichs Vergangenheit mitgeprägt, sondern wirkt auf unscheinbare Weise weiter: Das verdeutlicht die Kirchenzeitungs-Beilage „inpuncto“, die sich in der Februar-Ausgabe ausführlich dem Doppeljubiläum 100 Jahre Fatima-Erscheinungen sowie 70 Jahre Rosenkranz-Sühnekreuzzug (RSK) widmet. Die Beiträge reichen von den Schilderungen der Folgen der RSK-Gebetsgemeinschaft rund um den Staatsvertrag von 1955 über Zeugnisse von Persönlichkeiten über den Rosenkranz bis hin zu einem Kurzportrait der Fatima-Seherkinder durch die Kinderbuchautorin Lene Mayer-Skumanz.

 

„Niemand kann Frieden erzwingen, wenige können ihn verhandeln, alle können ihn erbeten“, erklären Österreichs Erzbischöfe Christoph Schönborn und Franz Lackner, die beiden RSK-Schirmherren, in ihrem Grußwort zum Heft. Durchaus ließen die heutigen Erschütterungen durch Krisen, Kriege und Katastrophen nachvollziehen, in welchem Zustand sich die Welt im Kriegsjahr 1917 befunden habe. Die Botschaft von Fatima sei auch im Licht späterer Ereignisse die „bedeutendste prophetische Botschaft für unsere Zeit“, so Schönborn und Lackner. Der RSK, der ab 1947 den Aufruf der Gottesmutter zum Gebet für den Frieden aufgegriffen habe, habe in seiner Bedeutung längst die Grenzen Österreichs überschritten.

 

Kräutler: Rosenkranz ein politisches Gebet

Als „meditativen Fixpunkt“ bezeichnet Amazonas-Bischof Erwin Kräutler den Rosenkranz. Er sei der RSK schon als Elfjähriger beigetreten, nachdem das Rosenkranzgebet schon zuvor zur Tradition seiner Familie gehört habe, schildert er im „inpuncto“-Interview. Die damals eingegangene Verpflichtung zum täglichen Rosenkranz erfüllt er noch heute - „ob auf durchgeschüttelten Fahrten mit dem Jeep oder am Schiff auf tagelangen Reisen zu den Gemeinden“, so der weiter in Brasilien tätige Altbischof der Prälatur Xingu.

 

Für das Mariengebet hat Kräutler seine eigene Auslegung gefunden: Der Engelsgruß „Ave Maria“ laute im aramäischen Original „Schlom lech“, also das von Jesus in ähnlicher Form oft wiederholte „Der Friede sei mit dir“. Im biblischen Sinn sei Friede nicht nur Wohlbefinden, sondern auch Folge von Vertrauen in Gott und zugleich ein „Werk der Gerechtigkeit“, so der Bischof. Gerechtigkeit sei jedoch auch politisch zu verstehen im Sinne einer gerechten Ordnung, die auf menschliche Entfaltung, Respekt der Menschenwürde und Garantie der Freiheit setzt, verweist Kräutler auf das Schluss-dokument der zweiten lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Medellin.

 

'inpuncto fatima & rsk'

 

Betende Prominenz

Auch in der heimischen Promi-Szene gibt es etliche Menschen, die das Gebet hochschätzen, machen Wortbeiträge im „inpuncto“ deutlich. Schlagersänger Semino Rossi bekennt etwa, dass er im Gebet mit Gott in Verbindung trete und ihm danke. „Gebete spenden immer Kraft, Trost und Vertrauen, um den Weg des Lebens weitergehen zu können“, so der Musiker. Die Journalistin Barbara Stöckl denkt beim Beten über bewegende Situationen nach oder schweigt einfach. „Jesus sagt, wer im Verborgenen betet, dem wird es vergolten. Das finde ich eine gute Anleitung für den eigenen Weg zum Gebet“, so die ORF-Moderatorin.

 

Den Rosenkranz „immer dabei“ hat Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter: Zeit zwischen Terminen nutze er öfters für ein Gebet, da er dabei in sich gehen könne und für wichtige Entscheidungen Orientierung finde. „Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit sind solche Momente wertvoll.“ Für Haubenköchin Johanna Maier ist das Gebet „innere Zwiesprache, die aus dem Herzen kommt“, und bei der „Dank und Freuen, aber auch Hoffen und Vertrauen“ im Zentrum stünden. Es sei ein „großes Glück“, glauben zu können.

 

Gebet verändert die Welt Gebet hilft „zuerst den Betern selbst“, erklärt der Innsbrucker Dogmatiker Jozef Niewiadomski in einem „Inpuncto“-Beitrag: „Um sensibel und spirituell lebendig zu bleiben sowie die oft unscheinbaren ersten Anzeichen einer Lösung nicht zu verschlafen, braucht der Mensch das Gebet.“ Das Gebet sei auch nötig, um nicht im Vertrauen darauf müde zu werden, „dass Gott uns Menschen jederzeit ungeahnte Wege zum Frieden und zur Gerechtigkeit anbahnt“.

 

Gleichzeitig verändert Gebet jedoch auch die Welt, so der Theologe weiter: Es sei eine „Insel relativer Freiheit“ und eine „Art des spirituellen Widerstandes“, da es zu einer Welt beitrage, „die anders ist als jene, die wir bloß aus dem Zusammenwirken gegenwärtiger Kräfte kennen“. Indem es dem Einzelnen erlaube, zu sich selbst und zu vorherrschenden Einflüssen in Distanz zu treten, sei es auch ein Schutz vor Manipulation. Stark sei hier die Erfahrung aus den Konzentrationslagern: Viele Insassen hätten durch den „Dialog mit der anderen Wirklichkeit“ im Bittgebet zu Gott die eigene Identität bewahrt.

 

Quelle: kathpress

 

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Das Jubiläumsjahr: Veranstaltungen & Informationen

 

Nächste Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Was ist der RSK?

Der Rosenkranz-Sühnekreuzzug ist eine 1947 auf den Trümmern des Zweiten Weltkrieges gegründete Gebetsgemeinschaft zum Erhalt des Friedens in der Welt. Gegründet wurde sie von Franziskanerpater Petrus Pavlicek in Wien. Heute gehören dem "RSK" weltweit rund 700.000 Menschen in 132 Ländern an. 2017 feiert der RSK sein 70-jähriges Bestehen.

 

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70 Jahre RSK

Programm zum Jubiläumsjahr

 

RSK- Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt
Franziskanerplatz 4
A-1010 Wien
Darstellung:
http://www.bischofskonferenz.at/